Wiesbaden düpiert Heidenheim: Freiburg blamiert sich nur beinahe

Wiesbaden düpiert Heidenheim: Freiburg blamiert sich nur beinahe

Gegen Drittligist Waldhof Mannheim gelingt dem Bundesligisten SC Freiburg erst zehn Minuten vor Ende der DFB-Pokal-Partie der Siegtreffer. Auch die anderen Mannschaften der Dritten Liga überzeugen: Wehen Wiesbaden schlägt den FC Heidenheim, der FC Magdeburg zwingt Darmstadt 98 in die Verlängerung.

Waldhof Mannheim – SC Freiburg 1:2 (0:1)

Der SC Freiburg hat seinen Pflichtspielauftakt fast in den Sand gesetzt und ist nach dem Corona-Durcheinander nur mit Mühe über die erste Pokal-Hürde gesprungen. Der Fußball-Bundesligist gewann in der ersten Hauptrunde das badische Duell beim Drittligisten Waldhof Mannheim 2:1 (1:0).

Der Südkoreaner Chang-hoon Kwon (19.) und Jonathan Schmid (79.) trafen für die Breisgauer, deren Erfolg vom Ausfall ihrer neuen Nummer eins Mark Flekken überschattet wurde. Der Niederländer erlitt beim Aufwärmen eine Ellbogen-Verletzung und musste ins Krankenhaus. Für Flekken rückte der vom Karlsruher SC verpflichtete Benjamin Uphoff zwischen die Pfosten. Beim Gegentor durch Dominik Martinovic (57.) war Uphoff chancenlos.

Am Tag vor dem Spiel stand die Austragung lange auf der Kippe. Grund dafür waren zwei Coronafälle beim Gastgeber. Erst am Abend gab das Gesundheitsamt grünes Licht, eine 14-tägige Quarantäne wurde nur für drei enge Kontaktpersonen der beiden Infizierten angeordnet. Bei den positiv getesteten Personen handelt es sich um einen Spieler sowie eine Person aus dem Umfeld.

Vor 460 zugelassenen Zuschauern im Carl-Benz-Stadion kamen die Gäste, die in den vergangenen Wochen Torwart Alexander Schwolow (Hertha BSC) sowie die Nationalspieler Luca Waldschmidt (Benfica Lissabon) und Robin Koch (Leeds United) für rund 36 Millionen Euro verkauft haben, nur schwer ins Spiel. Die Mannheimer, deren Kapitän Marcel Seegert kurzfristig passen musste, waren in der Anfangsphase besser.

Das änderte sich nach der ersten guten Aktion der Gäste, bei der Vincenzo Grifo die Latte traf (12.). Kurz darauf war Kwon nach Vorarbeit von Nils Petersen zur Stelle und erzielte die Freiburger Führung. Nur vier Minuten später hätte Kwons Landsmann Wooyeong Jeong den zweiten Treffer erzielen müssen, traf aber aus kurzer Distanz nur die Latte. In der 31. Minute schaffte Petersen ein Duplikat der Szene – zum dritten Mal wackelte die Latte. Da sich der SC bis zur Pause noch weitere Chancen erarbeitete, war der knappe Rückstand für Mannheim schmeichelhaft.

Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs ließ Grifo wieder eine Möglichkeit liegen (46.). Die mangelhafte Chancenverwertung rächte sich, Martinovic sorgte für den Ausgleich. Nach dem Treffer wurden die Mannheimer wieder stärker, der SC wackelte. Ab der 75. Minute erhöhten die Gäste wieder die Schlagzahl und drängten auf das zweite Tor. Der Franzose Schmid traf dann auch.

1. FC Magdeburg – SV Darmstadt 98 2:3 i.V. (2:0)

Der Spielbericht folgt in Kürze.

SV Wehen Wiesbaden – 1. FC Heidenheim 1846 1:0 (0:0)

Beinahe-Bundesligist 1. FC Heidenheim ist schon früh im Pokal ausgeschieden. Gut zwei Monate nach dem unglücklichen Scheitern in der Relegation an Werder Bremen verlor der Fußball-Zweitligist das erste Pflichtspiel der neuen Saison mit 0:1 (0:0) beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden und verpasste zum ersten Mal seit sieben Jahren die zweite Runde.

Phillip Tietz (61.) besiegelte das Aus des Favoriten, der viel zu wenig investierte. Zweitliga-Absteiger Wiesbaden wartete zunächst ab und schlug dann eiskalt zu. In einer schwachen ersten Halbzeit kam Heidenheim kaum in die Nähe des Wiesbadener Tores. Tempo und Ideen fehlten völlig. Auch nach dem Seitenwechsel gelang dem Team von Trainer Frank Schmidt in der Offensive wenig. Der Rückstand war die logische Konsequenz.

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